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Wann wurde Solitaire erfunden? Die gesamte Geschichte des Spiels

Gulshan Kumar
Gulshan Kumar
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Zuletzt aktualisiert: Mar 25, 2026

18th-century European gentleman playing solitaire by candlelight, representing the origins and early history of the solitaire card game.

Haben Sie sich jemals gefragt, wie Solitaire erfunden wurde und wann genau dies geschah? Es zählt zu den weltweit beliebtesten Kartenspielen für Einzelspieler, und seine Geschichte ist faszinierend.

Solitaire blickt auf einen bemerkenswerten Werdegang zurück – von seinen geheimnisvollen europäischen Ursprüngen bis hin zum Eroberer des digitalen Raums; und die Art und Weise, wie es den Menschen ermöglicht wurde, Solitaire online zu spielen, ist geradezu revolutionär.

Was ist Solitaire?

Eine frühe Darstellung eines Mannes, der Solitaire spielt – veranschaulichend, was Solitaire ist und wie dieses Einzelspieler-Kartenspiel gespielt wird.

Solitaire ist ein Kartenspiel, das man alleine spielt; es existiert in verschiedenen Varianten, darunter Spider, Pyramid und viele andere. Man stapelt Karten und legt sie gemäß einem festen Regelwerk ab, um Reihenfolgen zu bilden oder Ablagestöcke zu vervollständigen. Es ist im Grunde ein Rätsel, das mithilfe eines Kartenspiels gelöst werden muss.

Eine interessante Randnotiz: Im Vereinigten Königreich und in Europa wird das Spiel „Patience“ genannt. Dieser Name ist durchaus treffend – man muss nämlich geduldig sein, um gut spielen zu können. Dass das Spiel auch in anderen Teilen der Welt als „Patience“ bezeichnet wird, hat zudem geografische Gründe. Solitaire oder Patience – ein Kartenspiel.

Wann wurde Solitaire erfunden?

Die Spuren führen ins Deutschland der späten 1700er Jahre zurück. Erstmals Erwähnung fand Solitaire in deutschen Spielbüchern aus dem Zeitraum zwischen 1788 und 1791. In dieser Epoche wurden erstmals die offiziellen Regeln für ein Spiel schriftlich festgehalten, das unter dem Namen „Patience“ bekannt war.

Die Geschichte von Solitaire birgt eine weitere interessante Besonderheit: Das Spiel blieb nicht auf die deutschen Salons beschränkt. Es verbreitete sich nach Frankreich, Skandinavien und in das übrige Europa. Das Spiel breitete sich über ganz Europa und schließlich über die ganze Welt aus – ein Umstand, der zu seiner anhaltenden Beliebtheit über die Jahrhunderte hinweg beigetragen hat. Die Ursprünge von Solitaire im Nordeuropa des 18. Jahrhunderts.

Was sind die Ursprünge von Solitaire?

Solitaire entstand im späten 18. Jahrhundert in Nordeuropa, wo die frühen Regeln in gedruckten Kartenspielbüchern dokumentiert wurden.

Es entstand im späten 18. Jahrhundert in Nordeuropa – genauer gesagt in Frankreich, Deutschland und Skandinavien. Ein entscheidender Punkt ist dabei, dass die Regeln der modernen Solitaire-Kartenspiele genau an diesen Orten festgelegt wurden. Hierbei handelte es sich nicht bloß um einfache Zeitvertreibe; vielmehr wurden die Spielregeln in gedruckten Büchern festgehalten – ein deutliches Indiz dafür, dass man das Spiel ernst nahm.

Frühe literarische und historische Erwähnungen

Die Geschichte des Solitaire reicht, soweit sie uns heute bekannt ist, bis in alte deutsche und schwedische Bücher zurück. Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren Solitaire-Kartenspiele in ganz Europa weit verbreitet und fanden sowohl in der Literatur als auch in Spielanleitungen Erwähnung.

Auch wenn wir den Namen der Person, die Solitaire erfunden hat, nicht kennen, ist das Spiel von solcher Bedeutung, dass es zweifellos verdient, dass über es geschrieben wird.

Wer hat Solitaire erfunden?

Genau hier liegt der springende Punkt: Jeder würde gerne wissen, wer Solitaire erfunden oder ins Leben gerufen hat. Doch die ehrliche Antwort lautet: Niemand weiß es wirklich.

Das Solitaire-Kartenspiel entstand nicht aus einer plötzlichen, genialen Eingebung an einem einzigen Nachmittag. Vielmehr entwickelte es sich schrittweise; durch kulturellen Austausch und das langsame Verfeinern der Regeln durch die Spieler nahm es allmählich seine heutige Gestalt an.

Bekannte Mythen über die Entstehung von Solitaire

Napoleon Bonaparte beim Solitaire-Spielen – eine Darstellung des populären Mythos, er habe das Solitaire-Kartenspiel erfunden.

Ein weitverbreiteter Mythos besagt, dass Napoleon Bonaparte das Solitaire-Spiel während seines Exils auf St. Helena erfunden habe. Der gelangweilte französische Kaiser habe Solitaire gespielt, um sich die Zeit zu vertreiben, und die verschiedenen Spielvarianten seien daraufhin nach ihm benannt worden.

Es ist eine außergewöhnliche Geschichte, für die es jedoch praktisch keinerlei fundierte Belege gibt. Wenngleich Napoleon höchstwahrscheinlich tatsächlich Solitaire spielte, hat er das Spiel gewiss nicht erfunden. Es handelt sich um reizvolle Mythen, die sich im Laufe der Zeit zu Legenden gewandelt haben.

Warum es keinen nachweislichen einzelnen Erfinder gibt

Solitaire ist nicht das Werk eines einzelnen Individuums, sondern das Ergebnis gesellschaftlicher Entwicklungen. Die Geschichte des Solitaire ist eine Geschichte der allmählichen Entfaltung. In verschiedenen Teilen der Welt gespielte Spiele wurden unter Anpassung von Regeln und Spielweisen modifiziert und schließlich zu jenen Spielen vervollkommnet, die wir heute kennen.

Aus geschäftlicher Perspektive betrachtet ist es – angesichts einer Geschichte, die sich über mehr als 230 Jahre erstreckt – keineswegs überraschend, dass Solitaire nicht von einer einzelnen Person erfunden wurde.

Was ist der Ursprung von Solitaire?

Aufbau eines frühen europäischen Patiencespiels, der den Ursprung des Solitaire in Frankreich und Deutschland während des 18. Jahrhunderts veranschaulicht.

Solitaire entstand im späten 18. Jahrhundert in Europa, insbesondere in Frankreich und Deutschland. Zu jener Zeit war das Solitaire-Spiel eng mit den Bereichen der Wahrsagerei und der Selbstreflexion verknüpft. Als es England erreichte, etablierte sich dort der Name „Patience“, und das Spiel entwickelte sich zu einem beliebten gesellschaftlichen Zeitvertreib.

Wie sich Patience in Frankreich und England verbreitete

Als sich Solitaire in Frankreich ausbreitete, weckte es das Interesse der englischen und europäischen Eliten. Es waren vor allem Frankreich und England, die das Spiel verfeinerten und ihm den Status eines angesehenen Gesellschaftsspiels verliehen.

Die Popularität der Patience-Kartenspiele führte im 19. Jahrhundert zur Anfertigung spezieller Möbelstücke, die eigens für das Spielen dieser Spiele konzipiert waren. Die wohlhabenden Gesellschaftsschichten machten das Spiel zu einer modischen Freizeitbeschäftigung und nahmen dabei sogar Änderungen an den Regeln des Klondike-Solitaire vor.

Wie es in die Vereinigten Staaten gelangte

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Solitaire über den Atlantik gebracht. Es etablierte sich fest in der amerikanischen Kultur und erlebte dort eine wahre Blütezeit. Solitaire mag zwar in Europa entwickelt worden sein – doch seine eigentliche Erfolgsgeschichte schrieb es in Amerika.

Warum heißt es Solitaire?

Solitaire ist ein lateinisches Wort – *solitarius* –, das „allein“ bedeutet. Dies passt perfekt zu einem Spiel für eine einzelne Person. Die Franzosen übernahmen diesen Begriff. Ein weiterer Aspekt, der in der Bezeichnung „Patience“ hervorgehoben wird, ist die Geduld und die Zeit, die das Spiel erfordert. Die positiven Wirkungen von Solitaire zeigen sich unmittelbar bei den Spielern selbst.

Die Geschichte von Solitaire als weltweites Spiel

Mit der Entwicklung der Drucktechnik änderte sich alles grundlegend. Die Massenproduktion von Spielkarten im 19. Jahrhundert machte diese für jedermann erschwinglich. Das Spiel verbreitete sich nun auch jenseits der wohlhabenden Familien.

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts traten schließlich die Computer als der wahre „Game Changer“ auf den Plan. Die Einführung digitaler Karten – als Ergänzung zu den physischen – veränderte die Art und Weise, wie Menschen spielten.

Der digitale Boom und Microsoft Windows 1990

Die Benutzeroberfläche des Microsoft Windows Solitaire-Spiels, eingeführt in Windows 3.0 im Jahr 1990.

Windows 3.0 erschien im Jahr 1990 und enthielt das Spiel Solitaire. Dieses digitale Kartenspiel machte Millionen von Menschen mit dem Spielprinzip vertraut und ebnete den Weg für die heutigen, erstklassigen und kostenlosen Solitaire-Apps auf Smartphones und Tablets. Wann erschien die allererste digitale Version von Solitaire auf einem Computer? Genau zu diesem Zeitpunkt: im Jahr 1990.

Rein physisch benötigte man nun kein eigenes Kartendeck mehr; das Spiel war bereits auf dem Computer installiert. Dieser Schritt trug maßgeblich dazu bei, das moderne Solitaire weltweit zu verbreiten.

Die Bedeutung von Solitaire für die Computergeschichte

Das digitale Solitaire war keineswegs zwecklos. Es half Computerneulingen dabei, den Umgang mit der Maus sowie die Technik des „Klickens und Ziehens“ (Drag-and-Drop) zu erlernen. Das Spiel entwickelte sich somit zu einem effektiven Trainingsinstrument. Auch heute noch spielt Solitaire im Bereich der Casual Games und Anwendungen eine enorm wichtige Rolle.

Mittlerweile lässt sich Solitaire auf zahlreichen Plattformen spielen, auf denen man sogar echtes Geld gewinnen kann; zudem besteht die Möglichkeit, an Turnieren teilzunehmen, um sich als bester Spieler zu beweisen. Es gibt unzählige neue Strategien zu erlernen, die einem dabei helfen, das Spiel erfolgreich zu meistern.

Wie alt ist Solitaire heute?

Schriftlichen Quellen zufolge ist das Spiel Solitaire etwa 230 bis 240 Jahre alt. Damit lässt sich die Frage nach dem genauen Alter des Spiels mittlerweile recht präzise beantworten.

Mehr als zweihundert Jahre Spielgeschichte: Solitaire hat Kriege, Revolutionen und gewaltige technologische Umbrüche überdauert – und sich dabei stets aufs Neue angepasst.

Die Entwicklung der Solitaire-Varianten im Laufe der Zeit

Solitaire ist kein statisches Spiel geblieben; im Laufe seiner Entwicklung sind Hunderte verschiedener Varianten entstanden. „Klondike“ ist dabei wohl die bekannteste Version. „Spider“ bietet eine größere Herausforderung, während „FreeCell“ fast gänzlich auf strategisches Denken setzt.

Die Variante „Pyramid Solitaire“ wirkt optisch völlig anders, folgt jedoch einer ähnlichen logischen Struktur. Wer das Kartenspiel Solitaire ursprünglich erfunden hat, mag zwar ein Rätsel bleiben – doch die Spieler selbst erfinden zweifellos immer wieder neue Spielweisen.

Fazit: Warum Solitaire seit Jahrhunderten Bestand hat

Der Erfolg von Solitaire beruht darauf, dass es einige grundlegende Erfolgsfaktoren erfüllt: Es zeichnet sich durch eine minimale Anzahl an Regeln, aber eine unbegrenzte Vielfalt an Spielmöglichkeiten aus. Auch wenn physische Kartendecks inzwischen durch moderne digitale Versionen auf dem Smartphone abgelöst wurden, hat das Spiel all seine ursprünglichen Merkmale bewahrt – ergänzt durch Updates, die stets die neuesten Trends aufgreifen. Genau deshalb zählt Solitaire auch heute noch zu den meistgespielten Spielen der Welt.

Häufig gestellte Fragen

  • Solitaire wurde nicht von einer einzelnen bestimmten Person erfunden. Es entwickelte sich im späten 18. Jahrhundert in Europa allmählich durch das Zusammenwirken verschiedener Trends sowie durch die Weiterentwicklung und Verfeinerung seitens der Spieler in Frankreich, Deutschland und Skandinavien.
  • Solitaire entstand im späten 18. Jahrhundert in Nordeuropa – vor allem in Frankreich und Deutschland – und diente ursprünglich der Wahrsagerei, bevor es sich zu einem reinen Freizeitvergnügen wandelte.
  • Das Alter von Solitaire wird auf etwa 230 bis 240 Jahre geschätzt; die frühesten schriftlichen Erwähnungen des Spiels finden sich in deutschen Buchquellen aus dem Zeitraum zwischen 1788 und 1791.
  • Es gibt keinerlei historische Belege dafür, dass Napoleon Solitaire erfunden hätte. Hierbei handelt es sich größtenteils um Mythen, denen eine fundierte faktische Grundlage fehlt.
  • Die digitale Version von Solitaire eroberte die Welt mit der Veröffentlichung von Microsoft Windows 3.0 im Jahr 1990. Durch diese Einführung lernten Millionen von Menschen das Spiel kennen – ein Ereignis, das die Art und Weise, wie Solitaire heutzutage gespielt wird, nachhaltig verändert hat.